Rheingau Weinregion
Die Weinregion erstreckt sich gut 50 Kilometer entlang des Rheinufers (hauptsächlich westlich des Rheinkreises Wiesbaden), wo auf circa 3.000 ha Wein kultiviert wird. Der Rheingau gehört somit zu den kleinsten, aber dennoch bedeutendsten Weinbauregionen in Deutschland. Nach dem deutschem Weingesetz (§ 3 I WeinG) gehört dieses Weingebiet zu den 13 Anbaugebieten Deutschlands für Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete (Q.b.A.).
Das Klima hier ist sehr mild. Die Wälder des Taunusgebirges schützen die Weinregion weitestgehend vor starken Nordwinden und dienen zudem auch als Regenschatten. Wie ein Spiegel verstärkt der Rhein (südlich) das Sonnenlicht und dient als Wärmespeicher.
Vielfältige Böden sorgen für verschiedene Weine. In den höheren Lagen liefern Böden aus Schiefer, Quarzit, Kiesel und Sandsteinen kernige, rassige Weine. Auf tiefgründigen, meist kalkhaltigen Böden aus Sandlöß entwickeln sich kräftige, vollmundige Weine.
Vorwiegend wird im Rheingau Riesling kultiviert. Auf 80% der Anbaufläche nimmt der hier entstandene Riesling fast alle Spitzenlagen ein und besitzt eine sehr hohe Qualität. Einzige Ausnahme bildet das Assmannshausen, wo auf 75 ha der Pinot Noir (Spätburgunder) angebaut wird.