Rheinhessen Weinregion
Mit einer Fläche von rund 26.500 ha ist die Weinregion Rheinhessen mit 24 Großlagen und 432 Einzellagen das größte in Deutschland. Südlich des Rheingaus, liegt die Region zwischen Mainz, Worms und Bingen, und wird sowohl im Norden als auch im Osten vom Rhein umfasst. Der Weinbau in Rheinhessen hat eine lange Tradition. Bereits seit 20 v.Chr. wurde von den Römern Wein angebaut. Vor dem ersten Weltkrieg entstanden hier Spitzenweine. Allerdings wurde Mitte bis Ende des 20. Jahrhunderts zunehmend auf Quantität anstatt auf Qualität geachtet. Erst Ende des 20. Jahrhunderts, durch eine neue Winzergeneration und eine Verbesserung der Qualität im Auge, gewannen die Weine aus Rheinhessen wieder den guten Ruf, den sie vor dem ersten Weltkrieg besaßen. Niersteiner Glöck ist die wohl älteste, urkundlich erwähnte deutsche Weinlage.
Milde Winter, wenig Niederschlag und sonnenreiche Sommer sind charakteristisch für das Rheinhessen Klima. Die verschiedenen Bodenbeschaffenheiten aus Schlick, Ton, Schiefer und sandigen Schwemmböden in Verbindung mit dem Klima, bilden optimale Voraussetzungen für den Weinbau. In Rheinhessen wird vor allem Riesling, Müller-Thurgau, Kerner, Dornfelder und Pinot Noir (Spätburgunder) angebaut, wobei 75% der angepflanzten Rebsorten Weißweinreben sind.